Siegener Zeitung am 28.01.2012          www.siegener-zeitung.de

 

 

Briefe an die Siegener Zeitung
 
Schlimm und verletzend
 
Zum Leserbrief "Messen mit zweierlei Maß" von Lutz Schabelon, Thilo Müller und Inge Bruch in der SZ vom 27. Januar:
 
Der SPD-Ratsherr Lutz Schabelon und zwei weitere klassische Unterzeichner für Stellungnahmen der SPD Wenden melden sich beim Thema "Grundschulen in der Gemeinde Wenden" zu Wort und wollen die Grundschule Hünsborn erhalten. Das wollen die CDU Hünsborn und die Grünen in der Gemeinde Wenden auch.
Lobenswert für die CDU-Ortsunion Hünsborn ist, dass Herr Schabelon die Meinung der CDU-Ortsunion gleichzeitig mit der Fraktionsmeinung der CDU in der Gemeinde Wenden gleichsetzt. Lutz Schabelon, Inge Bruch und Thilo Müller scheinen aber offensichtlich weder den Unterschied zwischen Partei und Fraktion, noch den Unterschied zwischen den örtlichen Strukturen der CDU in der Gemeinde Wenden zu kennen. Es ist definitiv falsch, dass die CDU-Fraktion im Gemeinderat Wenden für die Wiedereinführung der Grundschulstandorte eintritt oder je eingetreten ist. Vielmehr war es die CDU-Ortsunion Hünsborn, aus guten Gründen alleine, die für die Wiedereinführung der Bezirke im Rat - leider vergeblich - Mehrheiten gesucht hat.
Diese Forderung gilt spätestens nach dem von NRW-Ministerin Löhrmann veröffentlichten Grundschulkonzept für NRW in den vergangenen Tagen, nachdem auch einzügige Schulen mit einer geringeren Mindestschülerzahl als bisher, eigenständig bleiben sollen. Das gilt auch für Hünsborn. Herr Schabelon und Co. malen hier ein Szenario zurecht, was nicht stattfinden muss, wenn die wendschen Ratsvertreter im Schulentwicklungsplan genau nachlesen und die wirklichen Zeichen der Zeit erkennen. Ich selbst bin davon überzeugt, dass dies alle Ratsmitglieder über Parteien hinweg, mit einer möglichen Ausnahme von Lutz Schabelon tun werden oder bereits getan haben.
Wie die Siegener Zeitung bereits am 23. September 2011 berichtete, geht es der CDU Hünsborn lediglich um die Einhaltung der Zügigkeiten, für die die Gemeinde Wenden als Schulträgerin verantwortlich ist. Diese wurden in den vergangenen Jahren eben nicht beachtet, was zu Nachteilen in den Schülerzahlen bei anderen Grundschulen führte, führt und führen wird. Es geht hier auch nicht um Hünsborn allein, wenn das Dreigestirn um Schabelon schon das Zahlenwerk des Schulentwicklungsplans als Rechtfertigung für die Verzerrung von Fakten hervorkramt. Es geht hier um die Schulstandorte in der gesamten Gemeinde Wenden.
Umso mehr wundert es mich, dass die Hünsborner SPD-Mitglieder namens Schabelon, Bruch und Müller von der Linie ihrer eigenen Partei abrücken. Tatsächlich ist es doch so, dass der Parteivorsitzende der SPD Wenden, Jochen Sauermann, und ich in diesem Thema spätestens seit Juni 2011 in Kontakt stehen und uns bei den Grundschulbezirken in Rücksichtnahme auf die Standorterhaltung aller Grundschulen in der Gemeinde Wenden doch einig sind. Diese gute Zusammenarbeit mit Jochen Sauermann wurde vor einigen Monaten in dieser Zeitung öffentlich bekundet. Sollte da in Hünsborn bei den Genossen parteiintern etwas falsch verstanden worden sein?
Das Schlimmste und Verletzendste an den Äußerungen von der SPD-Genossenschaft aus Hünsborn ist aber der Vorwurf an meine Familie. Bei allem Respekt vor dem politischen Mitbewerber war mir noch nie so eine Diffamierung im privaten Bereich vorgekommen, wie sie Lutz Schabelon, Inge Bruch sowie Thilo Müller mir, meiner Ehefrau und meinen beiden Söhnen vorgeworfen wird. Alles, was mit dem Grundschulwechsel meines ältesten Sohnes einhergeht, steht konform mit der privaten, moralischen und politischen Haltung von mir und meiner Frau gemeinsam.
Ein Schulwechsel innerhalb eines Schuljahres war, wird und darf den Eltern nie verwehrt bleiben. Auch meine Frau und ich hatten gute Gründe dafür. Der Schulwechsel war aber in Sachen Zügigkeiten rechtlich korrekt verlaufen; anders als in zu vielen anderen Fällen, wo der Schulwechsel nach Rothemühle führte.
Dass das Listen-Ratsmitglied Schabelon sich auf so ein niedriges Niveau herablässt und nach dem letzten Faden im Namen für die eigene Partei und Genossenschaft greift, hätte ich nie gedacht. Ich empfehle dem Vorsitzenden der SPD in der Gemeinde Wenden hiermit, seine Mitglieder ein wenig besser über seine Absprachen mit interkommunalen Freunden zu überdenken und zu optimieren.
 
Christoph Schürholz, Vorsitzender CDU-Ortsverband Hünsborn

 

 


 

 

       
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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